Angelsportverein "Jagst" Langenburg e.V.

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für unsere Mitglieder

Die „Nase“ ist endlich wieder zurück

Darauf hatten die Mitglieder der Fischhegegemeinschaft Jagst (FHGJ) jahrelang gewartet – endlich ist es ihnen gelungen, die durch das Jagstunglück vom August 2015 geschädigten Jagstabschnitte mit einer größeren Zahl an „Nasen“ zu besetzen.

Die Nase ist ein Schwarmfisch, der zu den karpfenartigen Fischen gehört und früher mit die häufigste Fischart der Jagst war. Das Tier ist heute selten geworden und steht auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Fischarten Baden-Württembergs.

Bisher war es nicht gelungen, geeignete Besatzfische für die Jagst zu erhalten, da in Abstimmung mit den Fachbehörden nur die für die Jagst typische Nase besetzt werden darf und keine aus anderen Gewässersystemen stammenden Fische. Nachdem genetische Untersuchen an über 2000 gefangen Nasen gezeigt hatten, dass zwischen den Nasen an Kocher und Jagst ein sozusagen „enges verwandtschaftliches Verhältnis“ besteht, kam von der Fischereiforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg (FFS) aus Langenargen im Februar 2022 grünes Licht, dass Kochernasen in die Jagst umgesetzt werden dürfen.

 

Im Schwarm flussaufwärts

 

Im Frühjahr ziehen die Nasen in einem Schwarm flussaufwärts zu ihren Laichgründen im Flachwasser und Oli Köhler vom ASV und der FHGJ hatte ein Auge darauf, wo diese sich gerade aufhalten. Am unteren Kocher wurde eine Stelle gefunden, die erfolgversprechend aussah und nach Genehmigung der Umsetzaktion durch die Fischereibehörde des Regierungspräsidiums Stuttgart gelang es dem eingespielten Team der FHGJ unter der Regie von Dr. Berthold Kappus, tatkräftig unterstützt von Mark Schumann von der FFS, am letzten Freitag 410 Laichnasen in einer Größe zwischen 35 cm und 50 cm zu fangen.

„Ein toller Erfolg, der diesen Tag zu einem Feiertag für die Beteiligten machte“, heißt es in einer Pressemitteilung der FHGJ. Die Fische wurden nach dem Fang schonend an die Jagst transportiert und nach einem von den Fachbehörden festgelegten Plan im gesamten geschädigten Jagstabschnitt verteilt.

Große Hoffnung setzt die FHGJ darauf, dass diese Fische bereits in diesem Frühjahr für Nachwuchs sorgen und so zu einem natürlichen Wiederaufbau des Fischbestandes beitragen.

Dank gebühre in diesem Zusammenhang nicht nur den unmittelbar an der Aktion Beteiligten, sondern allen Geldspendern im Zusammenhang mit dem Jagstunglück, denn nur durch den Einsatz der vom Landratsamt Schwäbisch Hall verwalteten Spendengelder konnte diese Wiederbesiedlungsaktion erfolgreich durchgeführt werden. „Hoffen wir darauf, dass damit ein weiterer großer Schritt zur Wiederbesiedlung der Jagst getan werden konnte“, so die FHGJ

Der Hering (Clupea harengus) bleibt auch im jahr 2022 Fisch des Jahres

Der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) hat sich mit dem Bundesamt für Naturschutz dazu entschlossen, den atlantischen Hering im Jahr 2022 nochmals als Fisch des Jahres zu benennen. Aufgrund von Corona sei es im zurückliegenden Jahr nicht möglich gewesen, dem Hering die Aufmerksamkeit und Anerkennung zukommen zu lassen, die dieser Fischart gebührt; so der Verband.

Der Hering sei eine weit verbreitete Fischart von der die kommerzielle Fischerei jährlich bis zu hunderttausend Tonnen fängt. Mit der Ernennung zum Fisch des Jahres soll neben der Gefährdung des Herings auch auf die bedrohte biologische Vielfalt der Meere aufmerksam gemacht werden.

EDEKA-Auszeichnung für den Steinkrebs

Der Angelsportverein „Jagst“ Langenburg und der Fischzuchtverein Schwäbisch Hall werden im August für ihr Engagement um den Schutz von heimischen Krebs- und Fischarten geehrt.

Unser erster Vorsitzender Achim Thoma und Oliver Köhler, der das Projekt initiiert hat, freuen sich über einen Scheck der Edeka Südwest in Höhe von 2.500 Euro.

Unter der Schirmherrschaft von Herrn und Frau Bühler, Wolpertshausen und in Zusammenarbeit mit der Stiftung NatureLife-International hat die Edeka Südwest den Preis im Rahmen des Wettbewerbs "Unsere Heimat und Natur" ausgelobt.

In der Pressemitteilung der Edeka heißt es:

"Der gesamte natürliche Krebsbestand war nach der Jagstkatastrophe 2015 zusammengebrochen. Um Stein- und Flusskrebse nach zu züchten und sie später dann wieder in die Jagst aussetzen zu können, pachtete der Angelsportverein ein größeres Gelände mit insgesamt vier Seen. Das so genannte „Fischfeld Bächlingen“ wird nun

aufwändig hergerichtet, zunächst mussten die Seen wieder ausgebaggert werden. Im nächsten Schritt müssen die Becken für die Krebsnachzucht gerichtet, außerdem sollen

Bäume gepflanzt und Wildblumen ausgesät werden."

Wir danken Edeka Südwest für diese Unterstützung unserer Vereinsarbeit.